Geschichte

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Am 2. Februar 1977 wurde nach rund 7-jähriger Vorarbeit der Antennenkommission die Antennengenossenschaft Auenstein gegründet. Zur Gründungsversammlung fanden sich damals 49 Teilnehmer ein, welche von Marc Frey begrüsst wurden. Er wurde dann in Folge auch zum ersten Präsidenten der AGA gewählt. Weitere Verwaltungsmitglieder waren Ernst Salm, Vizepräsident, Karl Schwarz, Kassier, Ruth Richner, Aktuarin sowie die Beisitzer Erich Heizmann, Paul Känzig und Mathias H. Schmitz. In die Kontrollstelle wurden Heinrich Frey-Breitenmoser, Otto Hanselmann und Theo Schärer gewählt. Ziel der neu gegründeten Genossenschaft war es, den Bewohnern von Auenstein einen einwandfreien Empfang von mehreren in- und ausländischen Fernsehprogrammen zu ermöglichen. Konnte doch damals der grösste Teil des Dorfes nur ein deutschsprachiges  Programm empfangen. In unzähligen Sitzungen der Antennenkommission wurden mehrere Möglichkeiten geprüft, wie man Auenstein mit einem vernünftigen finanziellen Aufwand empfangstechnisch hätte erschliessen können. Eine Variante war, beim Kabelfernsehpionier Möriken-Wildegg das Fernsehsignal zu kaufen und mittels einer teuren Leitung in unser Dorf zu bringen. Eine andere Variante war, auf der Gisliflue eine eigene Antenne aufzubauen. Messungen für die Bestimmung eines guten Standortes waren bereits vorgenommen worden. Das Projekt wurde aber bald eingestellt, weil man schon damals Rücksicht auf die Natur nehmen und den Auensteiner Hausberg nicht mit einem riesigen Antennenturm verschandeln wollte. Glücklicherweise entschloss sich dann 1976 die im Kanton Basel-Land ansässige Firma Wiedmann-Dettwiler zusammen mit ein paar Niederämter Gemeinden zum Bau einer Gemeinschaftsantenne auf dem Geissacher oberhalb der Höhenklinik Barmelweid. Da damals auch noch Schinznach-Bad und Rupperswil einen Anschluss an diese neue Gemeinschaftsantennenanlage anstrebten, war es schlussendlich wesentlich günstiger, ein Kabel von Küttigen als von Möriken-Wildegg nach Auenstein zu ziehen. Sicher auch noch mit ausschlaggebend war, dass Geissacher eine wesentlich höhere Anzahl Programme und eine bessere Empfangsqualität bieten konnte.

Im Laufe der Jahre nahm die Anzahl der Fernseh- und Radiokanäle sukzessiv zu, was dazu führte, dass ab 1993 nicht mehr alle neu aufs Kabel aufgeschalteten Kanäle in Auenstein zu empfangen waren. An einer ausserordentlichen Generalversammlung im Herbst 1993 wurde beschlossen, erstmalig das Kabel- und Verstärkernetz zu erneuern und gleichzeitig von 300 MHz auf 450 MHz zu erweitern. Obwohl 1977/78 aus Kostengründen praktisch alle Kabel ohne Rohre in den Boden gelegt wurden, mussten nach 15 Jahren Betriebszeit nur wenige Kabel ausgewechselt werden. Dank einer vorbildlich guten Zahlungsmoral der Abonnenten unseres Dorfes musste für die Erneuerung nicht einmal ein Bankkredit in Anspruch genommen werden. Dies, obwohl die Betriebskostenbeiträge der AGA seit jeher immer zu den niedrigsten gehören.

1997 beschloss die Delegiertenversammlung des Genossenschaftsverbandes Geissacher (GVG), in welcher die AGA unter anderem Gründungsmitglied ist, die Primärleitungen von elektrischen auf optische Kabel umzustellen. Dies brachte einerseits eine starke Verbesserung der Bild- und Tonqualität, andererseits wurde es so möglich, die Übertragung von zusätzlichen Diensten ins Auge zu fassen. An der DV des GVG im November 1998 wurde von den Delegierten der Genossenschaften grünes Licht gegeben, Kabelinternet im Einzugsgebiet der Gemeinschaftsantenne Geissacher einzuführen. In der Folge wurde dann im Sommer und Herbst 2000 auch das Kabelnetz der Antennengenossenschaft Auenstein Internet tauglich gemacht. Inzwischen sind in Auenstein weit über 100 zufriedene Internetbenutzer via Kabelmodem an das Kabelinternet mit Namen „Yetnet“ angeschlossen. Dies, obwohl zurzeit die Swisscom und ihre Vertragspartner DSL und Swisscom TV mit einer sehr aggressiven Werbung vermarkten. Dass das Fernseh- und nicht das Telefonkabel das geeignetste Übertragungsmedium für Internet überhaupt darstellt, wird dabei aber mit keiner Silbe erwähnt. Denn dort, wo DSL leistungsmässig am Ende ist, kommt das Kabelinternet erst so richtig auf Touren. Ein weiterer Vorteil von „Yetnet“ ist, dass ohne jede Einschränkung gesurft werden kann, da es weder eine Beschränkung bei der Zeit noch bei der übertragenen Datenmenge gibt. „Yetnet“ Abonnemente sind in verschiedenen Preis- und Leistungsklassen erhältlich und können deshalb jedem empfohlen werden, der an das Kabelnetz der Yetnet Genossenschaft Auenstein angeschlossen ist. Ein Umstieg lohnt sich praktisch immer.

Dass das Antennenkabel noch wesentlich mehr kann, zeigte sich mit dem digitalen Fernsehangebot (DTV), welches per Ende 2000 netzweit aufgeschaltet wurde. Beim DTV können bis zu 8 Programme gleichzeitig in digitaler Form auf einem herkömmlichen analogen Übertragungskanal verbreitet werden. Auf diese Art wurde es möglich, den Genossenschaftern die verschiedenartigsten Spartenprogramme anzubieten. Ab 2002 konnte die digitale Programmpalette dann noch mit einem digitalen Pay-TV Angebot von Cablecom und Teleclub erweitert werden. Ab 2006 wurden die Cablecom Programme durch ein umfangreicheres Angebot der 'Digital Cable Group' ersetzt. Mittlerweile werden derzeit 205 digitale Programme übertragen. Rund 150 davon ohne jegliche Zusatzkosten.

Als jüngstes Kind von Yetnet kann die Telefonie bezeichnet werden. Diese wurde im Laufe des 2006 nach einer längeren Testphase dem Betrieb übergeben. Die Gebühren für den Festnetzanschluss und die Gesprächstaxen sind seit Beginn günstiger als jene von Swisscom und werden zyklisch mit den günstigsten Marktpreisen verglichen und nötigenfalls angepasst. 

Anlässlich der ordentlichen Generalversammlung vom 25. Mai 2011 wurde einstimmig beschlossen, die 'Antennengenossenschaft Auenstein' in 'Yetnet Genossenschaft Auenstein' umzubenennen. Für eine Umbenennung sprachen mehrere Gründe. Die Antennengenossenschaft Auenstein hatte nie eine eigene Antennenanlage betrieben, obwohl dies seinerzeit der Hauptgrund für die Gründung und die Wahl des Namens war. Der 'Genossenschaftsverband der Grossgemeinschaftsantennenanlage Geissacher' (GVG) als Dachverband und Signallieferant hat sich schon vor Jahren für den wesentlich kürzeren und einfacher einprägsamen Namen 'Yetnet Genossenschaftsverband' entschieden. Im Sinne eines einheitlichen Auftretens gegenüber den Mitbewerbern hat sich in den letzten Jahren der grössere Teil der Genossenschaften dazu entschlossen, ihren Namen jenem des Dachverbandes anzupassen.

Als weiterer Meilenstein in der neureren Geschichte kann die massive Angebotserweiterung auf Grund der Übernahmne der Quickline Produkte beim Yetnet Verband im Jahre 2016 bezeichnet werden. Daduch erhalten die Genossenschafter den Zugang zu Replay-TV, einer grossen Videothek und zur mobilen Telefonie. Die Quickline Produkte verfügen über ein ausgezeichnetes Preis/Leistungsverhältnis und sind den übrigen Angeboten auf dem Markt, vornehmlich jener der frühreren Telefonprovider klar überlegen.

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